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Samstag, 20. Oktober 2018

Forms 12c und Gerüchte zur Cloud

Noch knapp 1 Monat ist es bis zur DOAG Hauptkonferenz in Nürnberg. Erwartet werden wieder mehr als 2000 Besucher bei der Veranstaltung.

Vorher ist noch kommende Woche die noch größere OOW in den USA. Dort und in Nürnberg gibt es wieder Vorträge zu Oracle Forms 12. Nach einigen Gerüchten kann man nichts Spektakuläres Neues erwarten, aber einige Gerüchte wurden vorher gestreut.

Es soll möglich sein, Forms mit dem Oracle Developer Cloud Service (DEVCS) in der Oracle Cloud laufen zu lassen. Und das vielleicht auch endlich mit dem nötigen Support vom Hersteller selbst. Dafür gibt es dieses Jahr auch nicht den üblichen jährlichen Forms 12 Patch und man konnte dafür das erste Mal etwas von Forms 19 hören.

Forms 19  mit Window Tile: ... Oracle Cloud @Quelle Michael Ferrante
Es bleibt spannend und ich hoffe, wir sehen uns in Nürnberg.

Nachtrag 26.10.2018 nach der OOW:
Die Katze ist aus dem Sack, die Folien von Michael sind online: Folgerung eine Kombination aus FADS (Oracle Forms Application Deployment Services) und dem DCS od. DevCS (Developer Cloud Service). Das FADS dafür vorgesehen war kam schon direkt bei der Vorstellung als Neuerung hervor.

Viele Grüße
Holger

Dienstag, 1. Mai 2018

Form Builder aus Docker auf Windows Host öffnen

Im letzten Post habe ich beschrieben, wie man Forms und Reports per Docker auf einem Linux Host installiert. Dies habe ich mittlerweile auch auf einem Windows Host gemacht, auf dem dann auch Docker installiert ist. Docker läuft momentan nur auf Windows-basierten System mit Windows Server und Windows 10.

Möchte man nun den Form Builder aus diesem Docker Container zum Laufen bringen, ist das nicht ganz so einfach und wird mit einer Fehlermeldung quittiert.


Es ist einfach noch kein X-Window-Server eingerichtet. Dafür habe ich auf dem Windows Host dann den XMing Server installiert, der dafür bestens geeignet ist.

Ebenfalls ist es nötig, dass der X-Server auch benutzt werden darf, sprich das sich Clients auch connecten können. Daher hat mein Windows auf noch eine Cywgin Installation bekommen.

In Cygwin setze ich die DISPLAY Variable wie folgt und gestatte per Xhost den Connect.


Ist dies erledigt, kann es im Docker Container weitergehen. Dort setze ich auch die DISPLAY Variable entsprechend und dann geht der Start des Form Builder auch schon.


Recht einfach, wenn man weiß wie das alles zusammenspielen muß. Anstelle das xhost Befehls kann man das sicher noch optimieren.

Als nächstes folgt hoffentlich bald die Beschreibung der Docker Einrichtung mit Forms/Reports auf Windows.

Bis bald
Holger

Freitag, 8. Dezember 2017

Forms 12c, Reports und Weblogic in Docker - nun wirklich lauffähig

Heute möchte ich beschreiben, wie man Forms 12c, Reports und Weblogic in Docker zum Laufen bringt. Das war schon länger ein Wunsch von mir und Dirk Nachbar (http://dirknachbar.blogspot.de) hat dafür großartige Vorarbeit geleistet, unterstützt von Robert Crames (http://robertcrames.blogspot.ch) und Jan-Peter Timmermann (https://jan-peter.me).

Warum denn Docker wird man sich vielleicht fragen? Die einfache Antwort lautet: weil Docker toll ist und man nicht immer wieder eine neue VM mit Forms aufzusetzen braucht. Außerdem sind automatisierte Builds und das Bereitstellen einer Umgebung ohne viele manuelle Aktivitäten einfach besser.

Mein Setup sieht so aus:
  • Laptop mit Windows 7
  • darauf eine VM mit Ubuntu 17.10
  • und in Ubuntu läuft Docker
Die Ubuntu-Maschine und der WLS-Docker Container teilen sich Verzeichnisse, in denen die erstelle WLS-Domäne liegt. So kann direkt von Ubuntu aus die Domäne verändert und konfiguriert werden. Ein paar weitere Vorarbeiten sind noch zu leisten, wie z.B. User oracle und Gruppe oinstall anzulegen. Auf meinem Ubuntu mußten noch die Versionen von docker und docker-compose upgegradet werden, denn die aktuellen Versionen aus dem Software-Repository waren nicht mehr ganz aktuell.


Die Installationsschritte sind im Prinzip genau wie bei einer Installation von Forms/Weblogic auf einem Host. Man braucht im Einzelnen:
  • eine Datenbank für das Repository (entweder Docker oder Host)
  • einen Weblogic im Docker
  • eine Repository Installation
  • eine Forms/Reports Weblogic Domäne

Hier für dieses Beispiel habe ich alles in 2 Docker-Images installiert und bin der Anleitung von Dirk aus seinem Github gefolgt.

1. Aufbau des Datenbank Images (gefordert wird eine Standard oder eine Enterprise Installation für das Repository)
Hierfür habe ich einen Git Clone des offiziellen Oracle Docker Githubs gemacht und mittels ./buildDockerImage.sh -v 12.2.0.1 -e ein Image der Enterprise Edition gebaut.


Nach dem erfolgreichen Erstellen wird dieses Image z.B. hiermit gestartet:
docker run --name oracle12-ee -p 1521:1521 -p 5500:5500 -p 8080:8080 -e ORACLE_PWD=neuesPasswort -v /opt/oracle/oradata:/u01/app/oracle/oradata oracle/database:12.2.0.1-ee

2. Aufbau des Weblogic Images
Dieser Teil beginnt mit dem Git Clone von Dirks Github Repository und hat mehrere Schritte.
Zuerst erfolgt der Build des OracleLinux:latest mit dem Oracle JDK 8u151. Dafür muss man das JDK 8u151 tar.gz in den Ordner OracleJava/java-8 legen und ein
./buildDockerImage.sh machen.

Danach gibt es ein oracle/serverjdk Image. Anschauen kann man sich die vorhandenen Images mit dem Command: docker images


Nun wechselt man ins Verzeichnis OracleFMWInfrastructure/dockerfiles und erstellt ein Weblogic Abbild. Dafür muss man vorher noch bei Oracle die entsprechende Weblogic-Zip-Datei fmw_12.2.1.3.0_infrastructure_Disk1_1of1.zip herunterladen und in OracleFMWInfrastructure/dockerfiles/12.2.1.3 ablegen.
Mit ./buildDockerImage.sh -v 12.2.1.3 wird der Build gestartet und am Ende kommt ein Oracle WebLogic Server Infrastructure 12.2.1.3.0 heraus.


Letzter Abschnitt ist das Erweitern des WLS-Infrastructure Images mit den Forms und Reports Sourcen (Wechsel ins Verzeichnis OracleFormsReports/dockerfiles und Ablage der Installations-Dateien fmw_12.2.1.3.0_fr_linux64.bin und fmw_12.2.1.3.0_fr_linux64-2.zip im Unterordner OracleFormsReports/dockerfiles/12.2.1.3. Mit ./buildDockerImage.sh -v 12.2.1.3 wird der Image-Build gestartet.


Am Ende hat man dann ein Image localhost/oracle/formsreports TAG: 12.2.1.3

3. Jetzt geht es ans Konfigurieren der Domain. Dafür hat Dirk im Verzeichnis OracleFormsReports/samples eine Konfigurationsdatei setenv.sh vorbereitet, die die nötigen Umgebungsvariablen setzt (hier ein Auszug).

Diese Datei muss entsprechend angepasst werden; sehr wichtig sind die Eintragungen im #Repository Connect für den Connect des RCU gegen diese Datenbank. Da bin ich zuerst in eine Falle gelaufen und habe für DC_DB_HOST die falsche IP angegeben, dann hat die Erstellung der Domain nicht funktioniert.
Mit ifconfig auf dem Docker Host gibt es ein Netzwerk namens docker0 und unter der inet stehen sollte eine IP stehen. Diese ist die richtige für den DB Container.

Nun kann mit dem Erzeugen der WLS-Domäne und Start des Admin-Servers begonnen werden (vorher sollte die DB aber gestartet sein). Die Variablen aus setenv.sh werden gemerkt, exportiert und vom docker-compose genutzt.

source ../setenv.sh
docker-compose up -d frfmw; docker logs frfmw -f

Wenn man Ende ein <BEA-000365> <Server state changed to RUNNING.>
steht, ist alles gut verlaufen.

Nun kann im Browser der Enterprise Manager mit der URL http://localhost:7001/em aufgerufen werden.

Hierin können nun die Managed Server MS_FORMS und MS_REPORTS gestartet werden.


Wenn man dann auch noch von der Ubuntu-VM die Ports entsprechend forwarded, kann man im Client im Browser auch die Forms-Testseite aufrufen:
http://localhost:9001/forms/frmservlet


Was kann man noch machen?

Einen zuvor erstellten Reports-Server starten

Da die Konfigurationsdateien der Domain alle in einem Verzeichnis auf dem Docker Host zugänglich sind, kann man sie dort auch bequem bearbeiten und die Änderungen sind persistiert (z.B. default.env, formsweb.cfg, rwserver.conf, httpd.conf und andere).

Man kann auch das neue FADS mit dem Forms 12.2.1.3.0 nutzen, siehe dazu auch ins readme-File von Dirk.

Tja was soll ich sagen, ich bin erstmal sehr begeistert von dieser Variante. Denn nach einem Neustart des Ubuntus kann man die Datenbank und den WLS Admin Server mit 2 einzelnen docker Befehlen wieder starten und die Umgebung ist wieder da. Hier ist es auch von Vorteil, dass die o.g. Herren die ganze Domänen-Erstellung gescriptet haben und man ohne GUI auskommt. Von Oracle gibt es dafür bislang keinen Support, was nicht heißt, dass man es nicht trotzdem machen und versuchen soll.

Viele Grüße
Holger

Samstag, 25. November 2017

Mein persönlicher Rückblick auf die #DOAG2017

Nach 5 jähriger Abstinenz von der DOAG Hauptkonferenz hatte ich endlich wieder das Vergnügen, dieses Jahr vom 20-23.11.2017 dorthin zu können. Die Anreise am Montag verlief leider dank der deutschen Bahn alles andere als glücklich (es gab 90 Minuten Verspätung) und so verpasste ich leider das #ACE Dinner, das Martin Klier angesetzt hatte.


Im Vorfeld schon grob das Veranstaltungsprogramm mit den möglichen Sessions zusammengesucht, war ich ganz gut vorbereitet für den ganzen Marathon an Vorträgen. Dafür aber auch noch ein paar persönliche Gespräche angesetzt, mit ehemaligen Kollegen, mit Forms Gleichgesinnten und besonders mit Michael Ferrante, dem Oracle Forms Product Manager. Mein persönlicher Fokus bestand natürlich hauptsächlich auf Forms, SQL, PL/SQL, APEX, Weblogic und Docker Sessions und meine Erwartungen daran wurden auch erfüllt. Dazu später aber noch mehr.

Der Dienstag stand ganz unter dem Zeichen von Forms Vorträgen, die Kollegen haben mich später gefragt, wo ich denn den ganzen Tag lang war. Meine Antwort: von einer Session zur nächsten. :-) Die Referenten für Forms waren u.a. Mia Urman, Michael Ferrante, Jürgen Menge, Gerd Volberg. Am Abend gab es dann das Forms Community Meeting, das sehr gut besucht war. Dort konnten wir M. Ferrante alle Fragen stellen, die uns run um Oracle Forms beschäftigen. Teilweise sehr interessante Dinge, die hoffentlich noch kommen werden. Eins scheint unumstößlich: selbst Oracle Forms soll es angeblich in die Cloud schaffen.







Das war also der erste Tag, im Rückblick der spannendste für mich von den 3 Veranstaltungstagen. Abends ging es dann mit der DOAG DB Community in der Nürnberger Altstadt zum gemütlichen Ausklang.

Am 2. Tag war ein Tag ohne Forms Vorträge, dafür gibt es ja genug andere Themen. Ganz oft gab es zumindest für mich viele interessante parallele Sessions, da war entscheiden angesagt. Wie immer ein ganz großes Angebot auf der DOAG. Ich meine gehört zu haben, dass die Hälfte aller Einreichungen an Vorträgen abgesagt werden musste.
  • Ausfallsicherheit für den Weblogic Admin Server
  • Goldene Regeln für schlechte Programmierung
  • intelligente Chatbots
  • SQL Magic
  • APEX REST Services in 5.2
  • PL/SQL API 
  • Docker for Dummies
Und schon war der letzte Tag da, der Donnerstag. Das war ein gemischter Tag, den ich mit ein paar Vorträgen und vielen Gesprächen verbracht habe. Highlight des Tages waren u.a. der persönliche Talk mit einem umkomplizierten Michael Ferrante und einem Vortrag von Adam Lukaszewski zum Thema Boost your Forms Development with GIT and Forms API Master. Dabei wurde schon gezeigt, wie man mit Hilfe von Git, dem Forms API Master und dem Mergetool parallel an Forms Objekten entwickeln kann, auch mit mehreren Branches. Das kannte ich so bisher auch noch nicht, denn sonst hieß es ja immer, Mergen von binären Objekten geht nicht.



Was soll ich sagen? Es waren tolle informative Tage in Nürnberg, mit gutem Austausch und neuen Erfahrungen. Neue Türen geöffnet und viele bekannte Gesichter gesehen und gesprochen. Wenn mich jemand fragt, würde ich sagen: es hat sich total gelohnt. Vielen Dank natürlich an die DOAG für die tolle Vorbereitung und Planung und an meinen Arbeitgeber, der mir das ermöglichte. Nächstes Jahr bin ich hoffentlich auch selber wieder mit einem Vortrag dabei. Ganz persönlich fand ich auch die Leute von Oracle sehr angenehm und menschlich. Ein paar Bilder für diesen Beitrag habe ich von anderen Twitteren genommen, ich hoffe das ist ok.

Viele Grüße
Holger

Montag, 3. Juli 2017

Eine kleine aber feine Falle bei boot.properties im Weblogic Server

Diesmal möchte ich über eine kleine aber feine Falle bei der Datei boot.properties im Weblogic Server berichten. Wenn man das Verhalten kennt, wird man darüber sicher schmunzeln.

Im Rahmen der Vorbereitung einer Schulung installieren wir den Weblogic Server inkl. Forms und Reports. Und um den Start zu vereinfachen, gibt es Methoden, eine Datei namens boot.properties zu haben, um ohne Eingabe der Credentials die entsprechenden Managed und Admin Server zu starten.

Das Template für die Datei boot.properties sah so bei uns aus:
Username=weblogic
Password=welcome1 


Sieht doch eigentlich ganz gut aus denkt man. Trotzdem kommt beim Start eines Server das folgende Fenster:


Merkwürdig, genau das wollten wir doch aber vermeiden und uns das Leben erleichtern. Ok, eine Ahnung macht sich im Kopf breit und mal flugs bei Oracle geschaut. Selbst dort ist die Schreibweise lowercase.

Also neuer Versuch mit kleiner Schreibweise:
username=weblogic
password=welcome1



Noch als Zusatzinfo: wir arbeiten auf Windows, da hätte ich nicht mit so einer Eigenart gerechnet. Und wir fragten uns schon, wieso wird die Datei nicht berücksichtigt. Jetzt sind wir wieder etwas schlauer und ich habe direkt zu dem Kollegen gesagt, da wird ein Blog draus.

Viele Grüße
Holger

Dienstag, 27. Juni 2017

Wie verändere ich das Icon meiner Applikation in Forms 12c ?

Heute habe ich die Frage im Oracle Forum gesehen, wie man das Icon einer Applikation in Forms 12c verändert ? Das nehme ich zum Anlass, das Vorgehen etwas genauer zu beschreiben.

 Das es mit Webutil realisiert ist, wird es auch sicher schon in vorherigen Versionen funktionieren. Ich möchte also das Standard-Icon von Java gegen ein rotes Kreuz bei mir austauschen.


Wichtigstes Stück Programmcode ist folgender Aufruf aus der Webutil-Bibliothek:
   WebUtil_SeparateFrame.SetIcon('provision_delete.gif'); 

Das Icon habe ich der Einfachheit halber in einen Ordner kopiert, der von Forms aus direkt erreichbar ist: %MIDDLEWARE_HOME/forms/java%

Damit der ganze Spass auch funktioniert, muß in der Konfiguration separateFrame=true gesetzt sein,
sonst passiert über den obigen Aufruf gar nichts.

Hier der Screenshot ohne Änderung:




Hier der Screenshot mit Änderung:

Sogar in der Taskleiste sieht man die Applikation mit dem geänderten Icon:


Und hier noch die Konfiguration aus der formsweb.cfg für den Standalone Launcher:
[my_webutiltstandalone]
form=my_webutil_demo.fmx
separateFrame=true
WebUtilArchive=frmwebutil.jar,jacob.jar
WebUtilLogging=off
WebUtilLoggingDetail=normal
WebUtilErrorMode=Alert
WebUtilDispatchMonitorInterval=5
WebUtilTrustInternal=true
WebUtilMaxTransferSize=16384
baseSAAfile=webutilsaa.txt
fsalcheck=true
baseSAAfile=basesaa.txt 

So viel für heute, viel Spass beim Ausprobieren wünscht
Holger

Freitag, 6. Januar 2017

2 wichtige Tasks: Reports 12c Server löschen und Start des Admin Servers reparieren

Willkommen im Jahr 2017, wieder zur Stelle. Die Themen aus dem letzten Jahr sind wieder auf dem Schirm. Begrüßung durch 2 nicht funktionierende Komponenten im Fusion Middleware Stack.

Zuerst will der Admin Server auf meiner VM nicht mehr starten und es kommt folgende Meldung:

Ups, da ist wohl das Kennwort eines Schemas auf der Datenbank abgelaufen. Und tatsächlich....

Also schnell mal wieder die Kennwörter geändert und erneut geprüft.


Danach sind die User wieder freigeschaltet und der Admin Server startet auch wieder.

Das zweite Thema war die Frage eines Kunden, wie er einen Reports Server unter 12c wieder löschen kann. Dafür habe ich dann eine kleine Anleitung mit WLST erstellt und zeige sie hier gleich:

Das Löschen ist ähnlich dem Erzeugen eines Servers. Wichtig: vor dem Löschen muß der Reportsserver gestoppt sein.

Todos:

  1.   das Weblogic Scripting Tool starten mit   /oracle/product/12.2/Oracle/Middleware/Oracle_Home/oracle_common/common/bin/wlst.sh
      2.   bei WLST anmelden :   connect('weblogic','welcome1', 't3://localhost:7001')
            … das Passwort muß natürlich das jeweilige verwendete sein 
  
      3.    den Reports Server löschen:
             deleteReportsServerInstance(instanceName='my_repsrv2',machine='AdminServerMachine')
             … der instanceName muß dann dem ReportsServer entsprechen

Das Verfahren ist ähnlich wie beim Erstellen eines ReportsServers, nur habe ich es noch nicht wirklich beschrieben gefunden.

Einen guten Start in 2017 wünscht
Holger




Donnerstag, 22. Dezember 2016

Beheben von REP-52003 unter Linux mit Reports 12c

Des öfteren habe ich schon nach einer erfolgreichen Forms und Reports Installation unter Linux folgenden Fehler zu Gesicht bekommen:  REP-52003: Lesen von Reports-Vorlage /u01/app/oracle/product/12.1.0.2/db_1/reports/templates\showenv.htm nicht erfolgreich


Dabei ist Reports natürlich korrekt installiert, aber leider in einem anderen Verzeichnis. Auf der Maschine ist noch eine lokale Datenbank-Instanz vorhanden, die natürlich das ORACLE_HOME vorgibt und anders setzt als das MIDDLEWARE_HOME.

Als Lösung dafür erachten sich meiner Meinung nach 2 Ansätze.
  1. Setzen des richtigen ORACLE_HOME z.B. in einem Shell-Skript zum Starten der Umgebung
    export ORACLE_HOME=/home/oracle/Oracle/Middleware/Oracle_Home
  2. im angegebenen Verzeichnis /u01/app/oracle/product/12.1.0.2/db_1 einen symbolischen Link auf das korrekte Verzeichnis von Reports setzen (als root)

    ln -s /home/oracle/Oracle/Middleware/Oracle_Home/reports /u01/app/oracle/product/12.1.0.2/db_1/reports




Damit ist wieder ein kleineres Problemchen rund um die Oracle Software recht leicht zu beheben, vielleicht bekommen ja auch andere Anwender diesen Fehler. So weit für dieses Jahr alles geschrieben auf diesem Wege und bis nächstes Jahr.

Der Holger

Donnerstag, 8. Dezember 2016

Forms 12c Installation unter Oracle Linux 7.2 uhi uhi

Nachdem ich im letzten Projekt mit einem kompletten Team bei einer Forms 12c Installation unterwegs war, durfte ich nun das erste mal selbst eine Installation eines Systems vornehmen. Im Juni hatten wir mit dem Kunden einen Workshop durchgeführt und besprochen, wie wir denn das Upgrade planen und mit welchem System wir das machen wollen.

Vor knapp 2 Monaten kam dann die Beauftragung und in dieser Woche sollte die Einrichtung des Systems dann passieren. Mein Kollege Borys, der im Januar mit dabei war, ist jetzt woanders eingesetzt und so kam der Ball zu mir und ich durfte das System installieren.

Die Hardwarekonfiguration sieht so aus:
Betriebssystem: Oracle Linux 7.2
RAM: 16 GB
CPU: eine 4 Core CPU
Platte: 120 GB
Software: Weblogic Server 12.2.1.2 und Forms/Reports 12.2.1.2

Im Workshop waren wir noch bei der Empfehlung Forms/Reports 12.2.1.1, aber in der Zwischenzeit ist ja der neue Patch erschienen, den wir dann auch direkt installieren wollten. Zum Zeitlichen: es waren 5 Tage für die Installation eingeplant mit ordentlich Puffer. Ich selbst wollte eigentlich in 2 Tagen durch sein, aber es zeigte sich: das System hatte seine Eigenheiten und wir haben viel recherchiert und dabei auch ordentlich Puffer verbraucht. Und dank der Hilfe von Borys haben wir auch alle kritischen Stellen in den Griff bekommen. Dazu kommen noch viele Überlegungen des Kunden und auch ein noch nicht fertiges System beim Beginn der Installation.

Zumindest über die aufgetretenen Issues will ich mal heute berichten.

Nach dem 2. Tag war der Server auf folgendem Stand: Weblogic Server und Forms/Reports installiert, aber der Server war unendlich langsam. Der Start des Weblogic Servers (Admin Server) hat ca. 25 Minuten gedauert, ebenso wie das Speichern der Credentials des Nodemanagers in einer verschlüsselten Datei. Zum Verzweifeln, aber eine der Lösungen kam von Borys. Es war eine Linux-seitige Verschlüsselung aktiviert, die alles verlangsamt hat. Also eine schlechte Basis-Konfiguration des Linux, also diese deaktiviert:

    Configure SELINUX=disabled in the /etc/selinux/config

Die zweite Problemecke kam in der Installation von Java im JDK, das sogenannte urandom-Problem.

Avoiding JVM Delays Caused by Random Number Generation mit der Abhilfe:

1.     Open the $JAVA_HOME/jre/lib/security/java.security file in a text editor.

1.     Change the line:
securerandom.source=file:/dev/random
to urandom:
securerandom.source=file:/dev/urandom

Und schon waren die Laufzeitprobleme weg, und das System war auf einmal sehr schnell. 

Die nächste Besonderheit lag in der Freigabe der nötigen Ports in der Firewall, denn nach der Installation ließ sich die Administrationskonsole nicht auf dem Host-Rechner anzeigen, denn die Ports waren geblockt und mußten freigegeben werden:

·        4443 -> HTTP Server (ohs1) with HTTPS Protocol
·        5556 -> for NodeManager
·        7001-> for Admin Console and Enterprise Manager
·        7777 -> for HTTP Server (ohs1)
·        7779  optional -> Admin Port for HTTP Server
·        9001 -> for Forms Services
·        9002 -> for Reports Services
·        80 optional -> for HTTP Server (alternate port) if port 7777 shoud be forwarded to port 80
·        14021 -> für den Reports Server


Für den Forms Builder und Compiler mußte ein symbolischer Link unter cd /usr/lib64 gesetzt werden, damit diese beiden Tools funktionieren:
ln -s libXm.so.4 libXm.so.3

Damit der Reports Server auch laufen konnte, mußte noch im Verzeichnis $ORACLE_BASE ein symbolischer Link auf $ORACLE_HOME/reports gesetzt werden, denn sonst hat Reports seine Templates in $ORACLE_BASE gesucht, diese liegen aber in $ORACLE_HOME/reports.

Eine der größten Herausforderungen war die Darstellung von kyrillischen Zeichen in den Reports. In der vorigen Installation wurde das durch verschiedenen Mechanismen gelöst, diesmal sollte das eigentlich out-of-the-box gelingen so die Hoffnung. Aber nichts da, es musste auch wieder so gelöst werden.

1. in der rwserver.conf steht ein Eintrag mit der richtigen NLS_LANG:
<envVariable name="NLS_LANG" value ="GERMAN_GERMANY.al32utf8"/>

2. man muß verschieden Schriften in das Verzeichnis $DOMAIN_HOME/reports/fonts kopieren. Diese haben wir vom Ursprungs-System Windows genommen und auf Linux kopiert.

3. muß die Datei uifont.ali mit einem Schriften-Mapping versehen werden:
helvetica..Italic.Bold.. = "arialbi.ttf"
helvetica...Bold..       = "arialbd.ttf"
helvetica..Italic...     = "ariali.ttf"
helvetica.....           = "arial.ttf"
courier..Italic.Bold.. = "courbi.ttf"
courier...Bold..       = "courbd.ttf"
courier..Italic...     = "couri.ttf"
courier.....           = "cour.ttf"
times..Italic.Bold.. = "timesbi.ttf"
times...Bold..       = "timesbd.ttf"
times..Italic...     = "timesi.ttf"
times.....           = "times.ttf"
 

Danach kann der Report auch ordentlich aufgerufen werden. Es gab also ordentlich Stolpersteine bei der Installation, denn Oracle Linux war in seiner Begebenheit ganz anders als das SuSE Linux, wo wir zuletzt die Systeme installiert haben. Damit ist jetzt erstmal das System einsatzbereit, es fehlt noch die Forms-Konfiguration, aber das probiert der Kunde erstmal alleine.

Hier noch das bekannte Forms-Test-Module:
 


Ja ja eine spannende Woche für mich, aber gut verlaufen.

Gruß vom
Holger